Weihnacht
„Was wird das nur für ein Weihnachten?“ stöhnt Bennis Mutter als sie die kleine unscheinbare Tanne sieht, die Benni und sein Vater aus dem Wald nach Hause bringen. „Was hast du dir nur dabei gedacht, Benni?“ fragt sie.
Die Tanne in meiner Geschichte ist nicht nur unscheinbar, sie ist im landläufigen Sinne eigentlich richtig hässlich.
Doch was ist hässlich, was ist schön?
Zum einen sind ja schon mal die Geschmäcker verschieden. Und zum anderen: wie steht’s zum Beispiel um den vermeintlich hässlichen (wir sagen dann „nicht-gut-aussehenden“) Menschen, in dem ein schöner Geist wohnt? Stehen sich Hässlichkeit und Schönheit wirklich unversöhnlich gegenüber. Kann aus einem verwachsenen, unansehnlichen Bäumchen ein strahlend schöner Weihnachtsbaum werden?
Ich hatte schon immer eine heimliche Liebe für Fantasy-Geschichten, und dieser Liebe bin ich ein wenig nachgegangen mit meiner „übersinnlichen“ Weihnachtsgeschichte. Wie es dazu gekommen ist, habe ich am 28. November kurz beschrieben. Und weil die Geschichte von der wunderbaren Verwandlung des Unscheinbaren ins Schöne eine Weihnachtsgeschichte zum Lesen und Vorlesen für Jung und Alt ist, habe ich sie unter meinem Pseudonym Marie Cordonnier geschrieben und nicht als die Gaby Schuster, die in meinem Buchstabenladen für das Jugendbuch zuständig ist. Es hat mich außerdem gereizt, meine Erzählung mit etwas Humor zu untermalen.
Viel Vergnügen bei der Begegnung mit der kleinen Tanne
und eine wunderbare Adventszeit wünscht Ihnen
Marie-Cordonnier_unterschrift